Teile deinen Krebsmoment

Krebs betrifft uns alle – direkt oder indirekt. Und mit ihm kommen Momente, die das Leben verändern. 

Mit #KREBSMOMENTE2026 möchten wir diese Realität sichtbar machen. Nicht mit gestellten Bildern, sondern mit echten, persönlichen Momenten aus dem Leben. 

Werde auch du Teil unserer Kampagne – damit wir gemeinsam ein Zeichen setzen.

Früher oder später erleben wir wahrscheinlich alle einen Krebsmoment.

PS: Alle Bilder auf dieser Seite wurden von echten Krebsbetroffenen und Angehörigen geteilt.

Meine Enkelin und ich besuchen das Grab ihrer Grossmutter.

Das sind die Giessbachfälle bei Brienz (BE). Ich hatte sie seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen und wollte diese wunderschönen Wasserfälle, von denen ich nur noch eine vage Erinnerung hatte, unbedingt noch einmal sehen. Trotz der Folgen meiner Krebserkrankung habe ich die körperliche Anstrengung auf mich genommen und bin zu den Wasserfällen gelaufen, um sie noch einmal zu sehen.

Mein Krebsmoment zeigt, dass selbst an den schwierigsten Tagen immer ein Licht bleibt, an dem man sich festhalten kann. 

Dieses Foto wurde kurz vor meiner ersten Mastektomie mit sofortiger Rekonstruktion aufgenommen. Für mich steht dieses Bild dafür, wie wichtig es ist, die schwierigsten Momente nicht allein durchzustehen. Eine Krankheit konfrontiert uns mit vielen Ungewissheiten. Doch eine Hand zu spüren, die unsere hält, erinnert uns daran, dass wir selbst dann nicht allein sind, wenn alles zusammenzubrechen scheint. Diese Nähe nimmt weder die Angst noch den Schmerz, aber sie gibt uns die Kraft, weiterzugehen.

Mein Leben mit Krebs ist wie eine abenteuerliche Fahrt auf dem Karussell – voller Höhen und Tiefen, unerwarteter Wendungen und kostbarer Augenblicke, die mich immer wieder staunen lassen.

Vor, während und nach der Krebstherapie fahre ich leidenschaftlich Ski – in meinem geliebten Engadin.

Ich werde nie die Hände meines Vaters vergessen, als er den Kampf gegen Krebs verlor. Diese starken Hände, die ein Leben lang so viel trugen. Ich bin unendlich dankbar, dass er ohne Schmerzen gehen durfte.  

Immer an meinem Geburtstag erlebe ich einen Krebsmoment, weil ich mich erinnere, dass meine Mutter, die ich an Krebs verloren habe, am Tisch fehlt. Sie hatte das beste Lachen und fehlt mir in solchen Momenten sehr.

Immer, wenn ich sehe, wie Sonnenstrahlen hinter einer Wolke durchbrechen, habe ich das Gefühl, dass mir meine an Krebs verstorbene Mutter einen Gruss schickt. Das berührt mich jedesmal und ist zu «unserem» Ritual geworden.

Momente, die jeder Behandlung einen Sinn gaben.

Stunden der Behandlung, in denen ich trotz aller Ungewissheit versuchte, mir mein Lächeln zu bewahren.

Ich habe diese Collage im Frühling 2025 im Rahmen der Collage-Workshops des Projekts «MagiC: Cancers, corps, collages» gestaltet. Krebs muss nicht zwangsläufig das Ende sein. Für mich war er ein «Endlich»: der Beginn einer neuen Art, mein Leben zu leben und dabei immer mehr zu dem zurückzufinden, was mich im Innersten ausmacht.

Dieses Foto wurde nach meinen ersten beiden Chemotherapie-Zyklen aufgenommen. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, an dem ich mich endlich wieder etwas besser fühlte. Krebs bedeutet auch eine Art Stillstand der Zeit – geprägt von intensiven Momenten des Zusammenseins, des Lachens, der Schönheit und des Lebens. Selbst mitten in der Krankheit bleibt immer ein Platz für Licht.

Vielleicht ist es der Moment, in dem wir selbst die Diagnose erhalten. Vielleicht trifft sie einen geliebten Menschen. Oder wir begleiten jemanden, der gegen Krebs kämpft.

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